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Die besten Ripper
DVD-Brenner werden häufig auch als Leselaufwerk eingesetzt. Besonders bei
kleinen Barebone-PCs muss man sich aus Platzmangel auf ein optisches Laufwerk
beschränken. Wer allerdings überwiegend Filme rippt oder CDs kopiert,
benötigt ein Laufwerk, das CDs und DVDs rasch ausliest. Das Laufwerk mit
der höchsten Datentransferrate von mehr als 10.600 KByte/s für DVDs
und 4700 KByte/s für CDs ist der NEC NC-3520A. Top-CD-Leseraten liefern
auch die Modelle von Teac und Speer, während der Traxdata-Brenner in der
Datentransferrate bei DVDs nur knapp hinter dem NEC liegt.
Beim flotten Arbeiten mit Dateien auf CDs und DVDs kommt es vor allem auf kurze
Zugriffszeiten an. Die besten Leistungen dieser Testkategorie erzielen der DR16-B2
von MSI und der Philips DVDR 1640K, gefolgt vom Benq DW-1620 Pro. Die Zugriffszeiten
der drei Laufwerke liegen für CDs im Mittel bei guten 160 ms, für
DVDs im Schnitt bei 170 ms.
Deutliche Unterschiede zeigen sich beim Rippen von Audio-CDs: Die guten CD-
und DVD-Lesegeräte von Philips, MSI und Benq landen mit einem niedrigen
Rip-Tempo von lediglich 7,8fach beziehungsweise 10,4fach in dieser Disziplin
auf den letzten Plätzen. Um große CD-Sammlungen in kurzer Zeit auf
der Festplatte zu archivieren, sollte man besser zu einem Gerät wie dem
DV-516GA von Teac greifen. Mit durchschnittlich 30,2fachem Tempo liest es die
Test-CD am schnellsten aus. Knapp dahinter liegen die Geräte von NEC, Lite
On und LG: Sie bringen es immerhin noch auf ansehnliche 30fache beziehungsweise
28,5fache Geschwindigkeit.
Einziger nennenswerter Nachteil des rasanten Arbeitstempos: Die schnellen Brenner
entwickeln beim Rippen der Audio-CDs eine hohe Lautstärke. Leise arbeiten
nur die langsamen Geräte.
Die schnellsten Brenner
Laufwerke, bei denen die gleiche Brenngeschwindigkeit auf der Packung steht,
brennen tatsächlich auch gleich schnell - vorausgesetzt, die verwendeten
Rohlinge unterstützen die maximale Brenngeschwindigkeit des jeweiligen
Geräts.
Den Temposieg beim Brennen von CDs und Dual-Layer-DVDs geht an den PX-716A von
Plextor. Der PX-716A ist das einzige Gerät im Test, das 6fache Geschwindigkeit
für doppellagige Medien anbietet. Dies braucht gute 18 Minuten, um eine
Dual-Layer-DVD zu beschreiben. Lediglich der Brenner von Toshiba kann mit dem
Plextor einigermaßen mithalten: Er beschreibt zweischichtige DVDs mit
5fachem Tempo. Zum Beschreiben einer DVD braucht er drei Minuten länger
als der PX-716A. Die 4fach-Brenner benötigen ungefähr acht Minuten
länger. Einzig der Action 16 von Waitec beschreibt doppellagige DVDs noch
mit lediglich 2,4facher Geschwindigkeit. Mit einer Brenndauer von 42 Minuten
disqualifiziert sich das Gerät für größere Brennvorhaben.
Bedenken Sie aber: Dual-Layer-DVD-Rohlinge sind mit rund sieben Euro pro Stück
sieben Mal so teuer wie eine einschichtige DVD. Für die täglichen
Brennaufgaben kommen sie daher nur bedingt in Frage. Wer viele normale DVDs
brennt, weil er zum Beispiel täglich die wichtigsten Daten sichert, der
sollte ein Gerät vorziehen, das beim Brennen einschichtiger DVDs vorn liegt:
DVD-Minus- und DVD-Plus-R brennt der GSA-41663B von LG schneller als alle anderen
Geräte im Test, Plus-RWs brennt das Gerät von Freecom am raschesten,
beim Beschreiben von Minus-RWs liegt der Traxdata-Brenner RW3520 vorn. Testsieger
PX-716A landet beim Brennen einschichtiger DVDs jeweils knapp hinter den schnellsten
Laufwerken.
Fazit
Die häufig zweischichtige DVDs produzieren, empfehlen wir Power-Usern,
zum Testsieger PX-716A von Plextor. Es brennt Dual-Layer-DVDs mit 6fach-Tempo
am schnellsten. Auch die mitgelieferte Ausstattung, die neben Software und diversem
Zubehör noch eine zweite Frontblende enthält, ist bei diesem Gerät
hervorragend. Deutlich günstiger als der Plextor PX-716A, aber fast genauso
so schnell, ist der SD-R5372 von Toshiba. Er beschreibt Dual-Layer-DVDs immerhin
noch mit 5fachem Tempo.
Anwender, die überwiegend einlagige Rohlinge brennen, ist der GSA-4163B
von LG für 75 Euro die beste Wahl. Dieses Gerät ist zudem der Preis-Tipp.
Neben normalen DVD-Scheiben liest und beschreibt der GSA-4163B auch DVD-RAM-Medien.
Diese Funktion können sicher archiviert werden und durch die Daten von
einem Stand-alone-DVD-Rekorder, der mit DVD-RAM arbeitet, auf den PC übertragen
werden. Unterschiede bei der Brenndauer spielen in der Praxis keine große
Rolle: So ist zum Beispiel der GSA-4163B von LG der schnellste Brenner bei DVD-Minus-R-Medien.
In rund acht Minuten schafft er es, eine Scheibe zu brennen. Als langsamstes
Laufwerk in dieser Disziplin erweist sich der SD-R5372 von Toshiba. Doch der
benötigt gerade einmal zwei Minuten länger als der GSA-4163B von LG.
Ein ganz ähnliches Bild ergibt sich in puncto Brennleistung bei zweischichtigen
DVDs. Der gemessene Zeitunterschied zwischen 6fach bei Plextor, 5fach bei Toshiba
und 4fach bei den anderen Testkandidaten beträgt für eine randvoll
beschriebene DVD gerade einmal drei bis acht Minuten. Angesichts der Gesamtbrenndauer
für eine Dual-Layer-DVD - das sind mit den aktuellen Brennern nur noch
gut 20 Minuten statt 45 Minuten mit 2,4fach-Geschwindigkeit - fällt dieser
Zeitunterschied kaum ins Gewicht.
Kaufentscheidend sollte nicht die Brennleistung sein. Wichtig ist die Medienkompatibilität.
Wenn er nur mit halber Leistung arbeitet, nützt der schnellste Brenner
nicht? Oft sind die vom Hersteller des Brenners empfohlenen Medien im Handel
nicht erhältlich, und es bleibt nur der Griff zu einer anderen Rohling-Marke.
Mit diesen Rohlingen lässt sich dann aber meist nicht der volle Funtkionsumfang
des Brenners nutzen. Die Laufwerke von Benq, Philips, MSI, Plextor, Teac und
LG unterstützen - mit der zu Redaktionsschluss verfügbaren Firmware
- die meisten DVD-Rohlinge.

Wie Sie Ihre Brennqualität selber testen können
Die meisten DVD-Brenner beschreiben die Rohlinge schneller als es von den Medien-Herstellern
vorgesehen wird. Leider sind oft die gebrannten Scheiben später nicht lesbar.
So können Sie den Datenverlust vorbeugen.
Der Plextor Brenner beschreibt die 4fache-Dual-Layer-DVD im Test mit einem
6fachen Tempo, mit 5facher Geschwindigkeit tut das Gerät von Toshiba. Es
kann zu Brennfehlern kommen, da die Struktur des Rohlings nicht auf diese Geschwindigkeit
ausgelegt ist.
Die Brenner-Hersteller modifizieren ihre Geräte so, dass nur speziell ausgewählte,
hochwertige Medien mit überhöhter Geschwindigkeit gebrannt werden
können, um verbrannte Rohlinge zu vermeiden. Der Brenner liest den Hersteller-Code
des Rohlings aus und vergleicht ihn mit den Daten in der Firmware.
Der Vergleich mit den Originaldaten nach dem Brennvorgang verläuft bei
allen getesteten Geräten ohne Fehler. Es werden bei einem solchen Datenvergleich
zwar Fehlbrände ausgeschlossen, aber er verrät nicht, ob ein gebrannter
Rohling qualitativ hochwertig gebrannt wurde. Bei hohem Brenntempo steigern
häufig die Jitter-Werte - es sind Schwankungen im Signaltakt -, stark an.
Folgen: Bei einer Audio-CD ist ein Knacken zu hören. Die Werte bei beiden
Fehlerkorrektur-Stufen Parity Inner (PI) sowie Parity Outer (PO) können
auch übermäßig hoch sein. Dabei wird der PI-Höchstwert
von 280 erreicht oder überschritten, lässt sich die gebrannte Scheibe
höchstwahrscheinlich nicht in einem anderen DVD-Laufwerk oder Standalone-Player
abspielen.
Mit Gratis-Tools wie CD/DVD-Speed von Ahead (www.cdspeed200.com), K-Probe (http://club.cdfreaks.com)
und den Plextools Professional (www.plextor.be) lässt sich die Qualität
beschriebener Medien ermitteln. Nachteil dabei: Die Software für die Brennqualität
ist nur grob abzuschätzen. So mal nicht alle Laufwerke unterstützt
werden. K-Probe etwa funktioniert nur mit Lite-On-Geräten. Der CD/DVD-Speed
unterstützt nicht alle Fabrikate. Unter www.cdspeed2000.com finden Sie
eine Liste der Laufwerke die unterstützt werden. Mit den Plextools lassen
sich nur die Plextor-Laufwerke verwenden.
Booktype manipulieren
Um Dual-Layer DVDs sich auch mit alten DVD-Playern abspielen lassen, sollte
die zweilagige DVD mit dem Booktype DVD-ROM signiert werden.
Sofern Ihre gebrannte Dual-Layer-DVD sich mit Ihrem Standalone-Player nicht
abspielen lässt, ändern Sie den Booktype von "DVD+R DL"
auf "DVD-ROM". Es wird bei der digitalen Signatur dem Player vorgegaukelt,
dass eine Kauf-DVD eingelegt wurde. Es gibt zwei Tools, mit denen das bei den
meisten Brennern möglich ist: Ahead Nero Burning ROM 6.6.0.6, das DVD-Brenner
sehr häufig beiliegt, und das Freeware-Utility DVD-Info-Pro.
Um den Booktype mit Nero zu ändern, starten Sie Ihr Brennprogramm. Wählen
Sie wie üblich Ihre Zusammenstellung für die DVD. Aktivieren Sie das
Menü "Rekorder" und wählen Sie "Rekorderauswahl".
Klicken Sie im folgenden Dialog auf die Schaltfläche "Optionen".
Im erweiterten Fenster erscheinen zusätzlich Optionen und ein Pulldown-Menü.
Öffnen Sie es und aktivieren Sie "DVD-ROM". Bestätigen Sie
die Änderungen mit "OK".
Sollte Nero die Einstellung des Booktypes bei Ihrem Brennermodell nicht erlauben,
versuchen, Sie den Booktype mit DVD-Info zu ändern. Laden Sie das Freeware-Tool
unter www.dvdinfopro.com herunter. Installieren und starten Sie das Programm.
Klicken Sie in der Menüleiste auf das CD-Symbol mit dem +RW-Schriftzug.
Wird die Firmware Ihres Brenners von DVD-Info unterstützt, erscheint ein
Konfigurationsdialog, in dem Sie den Booktype auf "DVD-ROM" umstellen
können. Starten Sie dann das Brennprogramm und brennen die DVD wie gewohnt.
Tipp: Je nach Brenner-Modell kann es vorkommen, dass der Booktype sich weder
mit Nero noch mit DVD-Info umstellen lässt. Suchen Sie in solch einem Fall
auf der Firmware-Site www.rpc1.com
nach Ihrem Brenner-Modell. Mit etwas Glück finden Sie für Ihr Gerät
eine gepatchte Firmware, bei der sich die Booktype-Signatur einstellen lässt.
Achtung: Es ist vom Brenner-Hersteller nicht autorisiert. Unter Umständen
können Sie die Herstellergarantie verlieren. Da ein Firmware-Update schief
gehen kann, wägen Sie genau ab, ob Sie das Risiko eingehen wollen.
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